Sonntag, 25. März 2018

DUH misst Stickstoffdioxid

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im Februar 2018, also einen Monat lang, an über 500 Orten in Deutschland die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) gemessen. In Deutschland gilt im Jahresdurchschnitt ein Grenzwert von 40 µg/m³ NO2. In der Schweiz liegt der entsprechende Grenzwert bei 30 µg/m³ NO2. Die DUH veröffentlichte soeben ihr Ergebnis, wonach die Luft nicht bloß in Innenstädten, also an Orten wie dem berüchtigten Stuttgarter Neckartor, stark belastet ist, sondern auch vielerorts in der Fläche. 


In unserer Gegend finden sich verschiedene Messwerte, teilweise auch von anderen "Forschern" als der DUH:
  • 47 µg/m³ in Gerlingen an der Hauptstraße (SWR)
  • 28 µg/m³ in Malmsheim an der Heimsheimerstraße (SWR)
  • 29 µg/m³ in Rutesheim an der Bahnhofstraße nahe der A8 (SWR)
  • 47 µg/m³ in Leonberg an der Grabenstraße (Umweltbundesamt 2016)
  • 31 µg/m³ in Leonberg an der Berlinerstraße nahe Leo-Bad (DUH)



Wir wissen natürlich nicht, wie repräsentativ diese Messungen aus dem Februar übers Jahr wirklich sind. Allerdings zeigt sich, dass in diesem Monat mit dem Schweizer Jahresgrenzwert vergleichbare Belastungen nicht nur an verkehrsreichen Straßen in Innenstädten auftreten, sondern überall: Anscheinend herrscht hier flächendeckend eine Hintergrundbelastung von rund 30 µg/m³ NO2.

Das Umweltbundesamt gab am 08.03.2018 eine erschreckende Pressemitteilung und eine Studie zu den gesundheitlichen Wirkungen der Belastung mit Stickstoffdioxid heraus: 2014 waren rund 6000 vorzeitige Todesfälle bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen darauf zurückzuführen, weiterhin 8% der Diabetes- und 14% der Asthma-Erkrankungen.


Update 29.03.2018;

Städte mit DUH-Klagen (Quelle)

Update 15.04.2018:


Der Spiegel berichtet, dass neben anderen Faktoren auch Feinstaub Alzheimer auslösen kann.




Sonntag, 4. Februar 2018